Bedrohung und Beleidigung des AfD-Kreis- und Landessprechers Rolf Kahnt

Nur zwei Tage nach der Bundestagswahl, bei der die Alternative für Deutschland, AfD, als drittstärkste Partei mit 12,4 % Wählerstimmen in den Deutschen Bundestag gewählt wurde, erhielt Kreis- und Landessprecher Rolf Kahnt aus Bensheim eine Email eines bislang Unbekannten, der ihn direkt bedroht und beleidigt. Kahnt hat bei der Bundestagswahl an der Bergstraße als Direktkandidat für die AfD kandidiert und 12,54 % Erststimmen erzielt. Sein Kreisverband konnte 12,9 % Stimmenanteil verbuchen. Der pensionierte Studienrat ist zudem Fraktionsvorsitzender im Kreistag und Stadtverordneter in Bensheim. Außerdem bekleidet Kahnt das Amt des stellvertretenden Kreistagsvorsitzenden.

Der Wortlaut der persönlich an Kahnt gerichteten Email lautet:

„Wir wissen, wo Sie wohnen. Sie sind der Abschaum der Gesellschaft. Wer sich für eine nationalistische Ideologie begeistert und zur Wahl stellt, hat sein Leben verwirkt. Also, ziehen Sie sich warm an. RASSISTISCHES ARSCHLOCH !“

 Wie der Kreisverband der AfD mitteilt, ist beim Staatsschutz inzwischen Anzeige gestellt worden. Der Kreisverband ruft alle demokratischen Parteien und Gremien dazu auf, sich von  Bedrohungen oder Gewalt gegenüber Andersdenkenden zu distanzieren. Am Wahlsonntag ist bereits ein gehbehindertes AfD-Mitglied in Heppenheim hinterrücks von zwei Männern körperlich angegriffen und zu Boden gerissen worden. Dabei trug der Angegriffene blutende Verletzungen an Lippe, Kinn und Unterarmen davon.

Dass Bedrohungen gegenüber AfD-Politikern keinen Einzelfall darstellen, so der Kreisverband, führte schließlich vor wenigen Monaten dazu, dass bereits AfD-Funktionäre bedroht wurden, wie der stellvertretende Kreissprecher oder jenes Mitglied  eines Kreistagsgremiums, das daraufhin sein Amt niederlegte und seine Mitgliedschaft in der AfD erzwungener Maßen aufgeben musste, um sich und seine Familie vor weiteren Bedrohungen zu schützen.

„Dass nun gegen einen unserer Spitzenfunktionäre auf Kreis- und Landesebene Bedrohungen und Beleidigungen ausgesprochen werden, ist ein Skandal“, so der Kreisverband. Hiergegen gelte es, sich gemeinsam mit allen Kräften öffentlich zu wehren.