AfD-Landessprecher erneuern Gesprächsangebot an Eintracht Frankfurt-Präsident Peter Fischer

Heutige Rede von Peter Fischer wird als eindimensional und stigmatisierend empfunden. AfD-Landessprecher erwarten baldige Aufnahme in den Sportverein Eintracht Frankfurt.

Frankfurt (28. Januar 2018). Die beiden AfD-Landessprecher Robert Lambrou und Klaus Herrmann kritisieren die heutige Rede von Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt.

Klaus Herrmann kommentiert: „Die Äußerungen von Herrn Fischer waren aus unserer Sicht  eindimensional. Er sieht die AfD völlig verzerrt und hat anscheinend das feste Ziel, fast sechs Millionen Wähler in Deutschland zu stigmatisieren. Er sollte sich trauen, aus seiner linkspolitischen Ideologie-Blase auszusteigen und AfD-Mitglieder persönlich kennenzulernen.“

„Als Demokraten sollte man nicht nur übereinander reden, sondern auch einmal miteinander“, meint Robert Lambrou. „Wir erneuern hiermit öffentlich unser Ende Dezember 2017 bereits zweimal unterbreitetes Angebot, mit Herrn Fischer zu reden. Er hat die beiden Gesprächsangebote leider sehr schnell ebenfalls öffentlich mit dem Hinweis abgelehnt, die AfD wäre ‚vollkommen dialogunfähig‘.“

Lambrou fährt fort: „Diese Argumentation ist doch eine Ausrede, denn selbstverständlich sind wir dialogfähig. Wir dürfen von Peter Fischer, dem hohen Sportfunktionär und Demokraten, der diesen Streit Ende 2017 begonnen hat, durchaus erwarten, dass er den Mut, das Format und die Courage besitzt, auch einmal direkt mit uns zu diskutieren.“

Klaus Herrmann macht klar, dass er weiter mit einer Aufnahme in den Sportverein rechnet. Beide AfD-Landessprecher hatten am 28. Dezember 2017 einen Aufnahmeantrag gestellt.

„Ich und mein Sprecherkollege sprechen sich, genauso wie Peter Fischer in seiner heutigen Rede, ebenfalls gegen Ausländerfeindlichkeit, Diskriminierung, Rassismus und Antisemitismus aus. Wir sehen keinen grundsätzlichen Wertekonflikt zwischen den Werten von Eintracht Frankfurt und unseren eigenen Werten.“

Klaus Herrmann weist darauf hin: „Herr Fischer sagte heute, die Werte ‚unserer Gesellschaft sind viel stärker in Gefahr, als es uns bewusst ist‘. Das ist in der Tat der Fall, wenn der Präsident eines der größten Sportvereine dieses Landes meint, fast sechs Millionen Bürger, die AfD gewählt haben, pauschal ausgrenzen zu können.“

Er fährt fort: „Herr Fischer sollte endlich einmal die Tatsache akzeptieren, dass die AfD mittlerweile die drittstärkste demokratische Partei im Deutschen Bundestag ist und in vielen Wahlen in den vergangenen Jahren immer wieder vom Wähler legitimiert wurde.“

Zum heutigen Wahlergebnis meint Robert Lambrou: “Es war klar, dass Herr Fischer heute mit einer großen Mehrheit wiedergewählt wird, denn es war eine offene Abstimmung und der Gruppendruck bei der Mitgliederversammlung war, wie auch von uns erwartet, sehr hoch.“

Robert Lambrou schließt mit den Worten: „Spannend wäre eine geheime Abstimmung gewesen. Dann wären vermutlich auch viele Fischer-Kritiker gekommen. Herr Fischer hat mit seinen Äußerungen zur Politik die Fanszene von Eintracht Frankfurt leider nachhaltig gespalten. Daran ändert auch ein sehr gutes Wahlergebnis heute nichts.“

(Pressemitteilung AfD Landesvorstand Hessen Nr. 5 / 2018)