Vereinsführung von SV Darmstadt 98 spaltet und politisiert Fußballfans

Darmstadt (16. August 2018). Die beiden Landessprecher der hessischen AfD, Robert Lambrou und Klaus Herrmann, werfen der Vereinsführung vom SV Darmstadt 98 vor, Fußballfans zu politisieren und zu spalten. Die Vorwürfe der Vereinsführung gegen die AfD weisen sie entschieden zurück.

Robert Lambrou

Robert Lambrou ist der Ansicht, dass man Sport und Politik nicht vermischen sollte. „Der Zusammenhalt unter den Anhängern und Mitgliedern eines Sportvereins entsteht durch die Betonung des Gemeinsamen, nämlich die Liebe und die Leidenschaft für den Verein und seine Mannschaften. Nur so funktioniert ein Sportverein auf Dauer überhaupt.“

„Betont man als Vereinsführung das Trennende, steht man am Ende vor einem Scherbenhaufen“, mahnt er. „Selbstverständlich haben die Fans und Mitglieder vom SV Darmstadt 98 sehr unterschiedliche politische Ansichten und Parteipräferenzen. Daran wird sich auch in Zukunft nichts ändern. Ich bin mir sicher, dass die meisten Fußballfans, egal welche politische Präferenz sie konkret haben, solch eine politische Bevormundung durch Dritte überhaupt nicht schätzen.“

Robert Lambrou fragt sich, wie es weitergeht. „Werden Fußballvereine in Zukunft öffentliche Wahlempfehlungen für bestimmte Parteien abgeben? Das ist doch verrückt. Wenn man dieses Verhalten mal in letzter Konsequenz zu Ende denkt, erkennt man, auf was für einem veritablen Holzweg sich da einige wenige hessische Fußballfunktionäre begeben haben.“

Klaus Herrmann

„Der SV Darmstadt 98 tut sich keinen Gefallen, wenn er auf den Spuren von Eintracht Frankfurt wandelt“, sagt Klaus Herrmann. „Sport sollte nicht für politische Zwecke missbraucht werden. Fußball sollte die schönste Nebensache der Welt bleiben, auch beim SV Darmstadt 98. Beim Besuch eines Stadions sollte nicht die politische Überzeugung Bestandteil der Eintrittskarte werden. Und auch die Unterstützung einer Mannschaft darf nicht von einer politischen Meinung abhängig sein, sondern von der sportlichen Leistung und der Verbundenheit mit dem Verein.

Klaus Herrmann ist der Meinung: „Sportvereine sind kein Ort für parteipolitische Bekenntnisse und Stadien kein Ort für politische Auseinandersetzungen. Entsprechend empfinde ich es als sehr befremdlich, wenn AfD Wähler vom SV Darmstadt 98 öffentlich aufgefordert werden, dem Verein fern zu bleiben.“

Beispielbild

Die Vorwürfe der Vereinsführung vom SV Darmstadt 98 gegenüber der AfD weist Klaus Herrmann entschieden zurück. „Sie sind haltlos und zeugen von einer großen Unkenntnis über die AfD. Ganz offensichtlich kennt niemand in dem Verein das Grundsatz- und Wahlprogramm der AfD und auch persönlich keine AfD Mitglieder. Der SV Darmstadt 98 folgt hier scheinbar völlig unreflektiert der linken Propaganda und macht sich deren diffamierenden Aussagen zu Eigen.“

Robert Lambrou ergänzt: „Die AfD ist eine demokratische Partei und in vielen Wahlen von den Wählern immer wieder legitimiert worden. Die Partei vertritt die berechtigten Interessen von Millionen Bürgern in Deutschland. Die Vorwürfe der Vereinsführung vom SV Darmstadt 98 sind aus meiner Sicht ein absurdes Zerrbild der Realität.“

(Pressemitteilung AfD Landesvorstand Hessen Nr. 27 / 2018)